Aktuelles

Es lohnt sich, in Sachsen Lehrer zu werden!

Designed by Pressfoto / Freepik

Im Einstellungsverfahren zur Vorbereitung des Schuljahres 2020/2021 haben bereits über 900 junge Lehrerinnen und Lehrer ein Angebot angenommen. 1.100 Lehrerstellen müssen besetzt werden, es gab 1.271 Bewerber mit vollständiger Lehrerausbildung und 1.078 Bewerbungen von Seiteneinsteigern. Jeder Interessent mit grundständiger Lehrerausbildung hat (mindestens) ein Angebot erhalten. Für die Attraktivität des Lehrerberufs in Sachsen mit Verbeamtung und Bezahlung nach Besoldungsgruppe A 13 in allen Schularten sprechen auch die bislang insgesamt ca. 100 Einstellungen von Lehrern aus anderen Bundesländern. Der Sächsische Lehrerverband appelliert an ausgebildete Junglehrer in Sachsen und darüber hinaus, die Angebote an erstklassigen freien Stellen zu nutzen, auch wenn sie nicht ihrer ausgebildeten Schulart oder der Wunschregion entsprechen.

Trotz guter Bewerberlage ist es nicht einfach, alle Lücken zu schließen. Die Ursache liegt nicht unbedingt in der Anzahl der ausgebildeten Junglehrer, denn Sachsen hat seit 2012 die Kapazitäten der Lehrerausbildung deutlich erhöht und bildet mittlerweile über dem eigenen Bedarf aus. Auch bei den Arbeitsbedingungen mit Verbeamtung und Bezahlung nach Besoldungsgruppe A 13 in allen Schularten ist der Freistaat Sachsen im bundesweiten Vergleich sehr gut aufgestellt. Die Wünsche der jungen Lehrergeneration entsprechen vielmehr nicht immer den Einstellungsbedarfen. Fast die Hälfte der grundständig ausgebildeten Bewerber hat eine Gymnasiallehrerausbildung und über 70 Prozent (!) der Junglehrer (im Durchschnitt aller Schularten) wollen nach Dresden oder Leipzig.

„Die Flexibilität von Bewerbern wird mit einem erstklassigen Einstellungsangebot belohnt: gute Arbeitsbedingungen und hohes Einkommen durch Verbeamtung und Bezahlung nach Besoldungsgruppe A 13 in allen Schularten. Es lohnt sich, in Sachsen Lehrer zu werden!“, appelliert Jens Weichelt, Landesvorsitzender des SLV, an den Lehrernachwuchs.

Die Magnetwirkung attraktiver Großstädte auf junge Menschen ist nicht nur ein sächsisches Phänomen, das geschieht in ganz Deutschland und darüber hinaus. Für die Schulen in Regionen mit permanentem Lehrermangel verschärft sich aber die Personalsituation mit jedem Einstellungsverfahren. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass in diesem Einstellungsverfahren mehr Junglehrer bereit waren, Angebote in anderen Regionen anzunehmen.

Gleiches trifft auf die gestiegene Akzeptanz des Einsatzes in einer anderen als der ausgebildeten Schulart zu. Über 70 junge Gymnasiallehrerinnen und -lehrer haben sich bereits für eine Tätigkeit im Oberschulbereich entschieden, insgesamt beabsichtigen bislang über 100 neu eingestellte Lehrkräfte schulartfremd zu unterrichten. Für die Bewerber bedeutet das meist den Einsatz in ihrer Wunschregion und in den Schulen mit großen Bedarfen können Lehrkräfte eingestellt werden.

Der Sächsische Lehrerverband möchte noch mehr junge Lehrerinnen und Lehrer ermuntern, sich vor Ort von der guten Ausstattung der Schulen in den Bedarfsregionen zu überzeugen. Diese Städte und Gemeinden haben ebenfalls ihre Vorzüge und sind lebenswert. Mieten und Bauland sind deutlich günstiger als in Leipzig und Dresden. Nette Menschen, Freizeitangebote, Sportstätten, Musik und Theater gibt es in allen sächsischen Regionen.

 „In allen Bedarfsregionen gibt es sehr gute Schulen und in allen Schularten können ausgebildete Lehrer verbeamtet und nach Besoldungsgruppe A 13 bezahlt werden. Ich möchte alle jungen Lehrer in Sachsen und darüber hinaus ermuntern, sich auch jetzt noch auf eine der freien Stellen zu bewerben“, sagt Jens Weichelt, Landesvorsitzender des SLV.

Wie erstrebenswert eine Arbeitsstelle in Sachsen ist, hat sich mittlerweile deutschlandweit herumgesprochen. Bis Anfang Juli hatten bereits etwa 100 Junglehrer aus allen Bundesländern ein Angebot des Freistaates angenommen. Sie kommen vorwiegend aus Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Sachsen ist durch hohe Bildungsqualität und attraktive Arbeitsbedingungen auf dem umkämpften Lehrerarbeitsmarkt konkurrenzfähig geworden.