Die Kundgebung in Dresden organisierten der dbb beamtenbund und tarifunion gemeinsam mit dem Sächsischen Lehrerverband und dem SBB Beamtenbund und Tarifunion. In Leipzig waren der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die GEW Sachsen federführend.
In Dresden kritisierte der dbb-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Volker Geyer die Argumentation der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) scharf:
„Wir mussten uns anhören, dass unsere Forderungen ‚astronomisch‘ seien. Das eigentliche Astronomische am öffentlichen Dienst sind aber die Überstundenberge, die die Kolleginnen und Kollegen anhäufen müssen, weil ihnen stetig neue Aufgaben übertragen werden.“
Zwar habe er Verständnis dafür, dass die Finanzlage der Länder angespannt sei. Gleichzeitig stellte er klar: „Die Finanzlage der Beschäftigten ist ebenfalls angespannt. Das scheint der TdL aber egal zu sein.“
Zuletzt seien die Mieten sogar stärker gestiegen als die Inflation. „Wir brauchen eine Verbesserung der Einkommen, die es mit der Inflation aufnehmen kann“, unterstrich Volker Geyer.
Auch SLV-Landesvorsitzender Michael Jung machte vor dem Finanzministerium in Dresden deutlich, dass die angekündigten Sparpläne der Staatsregierung in die falsche Richtung führen. Massive Kürzungen und Stellenabbau im öffentlichen Dienst verschärften die ohnehin angespannte Personalsituation – in den Schulen ebenso wie in anderen Bereichen der Landesverwaltung. Ein leistungsfähiger Staat brauche gut ausgestattete Einrichtungen und fair bezahlte Beschäftigte.
Druck vor entscheidender Verhandlungsrunde
Mit dem Warnstreikfinale erhöhen die Gewerkschaften den Druck im Vorfeld der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde am 11. Februar 2026. Bislang liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor. Adressat der Proteste ist auch der sächsische Finanzminister Christian Piwarz, der für die Länder an den Verhandlungen in Potsdam beteiligt ist.
Der dbb beamtenbund und tarifunion fordert unter anderem eine lineare Entgelterhöhung um 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ziel ist es, den deutlichen Rückstand zu den Tarifabschlüssen bei Bund und Kommunen aufzuholen.
Weitere Informationen
→ Zur SLV-Sonderseite „Einkommensrunde 2026“
Fotos: K. Oberdiek und Florian Schneider











