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Beschäftigte erwarten in dritter Runde ein belastbares Angebot der Länder

Menschen sitzen am Verhandlungstisch

©Friedhelm Windmüller

Am 11. Februar 2026 beginnt in Potsdam die dritte und letzte vereinbarte Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Nach zwei ergebnislosen Runden erwarten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nun endlich ein verhandlungsfähiges Angebot. Ohne Bewegung der Arbeitgeberseite droht ein Scheitern der Gespräche.

Der dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des SLV, fordert eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Weitere Ziele beinhalten die stufengleiche Höhergruppierung sowie die Weiterentwicklung der Entgeltordnung Lehrkräfte. Für die verbeamteten Beschäftigten erwartet der dbb die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf den Beamtenbereich.

In den vergangenen Wochen haben die Beschäftigten ihre Erwartungen unmissverständlich deutlich gemacht. Vom 21. bis 29. Januar 2026 beteiligten sich im Freistaat Sachsen rund 9.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes an Warnstreiks und Protestkundgebungen, darunter hunderte Lehrkräfte.

Katlen Worotnik, stellvertretende SLV-Landesvorsitzende und Mitglied der dbb-Bundestarifkommission, wird den SLV bei den Verhandlungen in Potsdam vertreten. Sie erklärt vor Beginn der Gespräche:

„Die sächsischen Lehrkräfte haben in den Warnstreiks deutlich gemacht, dass sie sich mit Reallohnverlusten und immer weiter steigender Arbeitsbelastung nicht länger abfinden. Sie erwarten zu Recht eine Einkommenserhöhung von sieben Prozent, die stufengleiche Höhergruppierung und eine Weiterentwicklung der Entgeltordnung Lehrkräfte. Wer unter diesen Bedingungen noch von überzogenen Forderungen spricht, blendet die Realität an unseren Schulen aus.“

In dieser bundesweiten Tarifrunde wird die Einkommensentwicklung für alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder verhandelt – mit Ausnahme Hessens. Neben Lehrkräften betrifft der Tarifabschluss zahlreiche weitere Berufsgruppen, für die eine verlässliche und auskömmliche Bezahlung im Zwei-Jahres-Rhythmus von zentraler Bedeutung ist.

Der SLV erwartet, dass die TdL in der entscheidenden Verhandlungsrunde ihrer Verantwortung gerecht wird. Gute Bildung, funktionierende Verwaltungen und ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst gibt es nicht zum Nulltarif.

Weitere Informationen

→ Zur SLV-Sonderseite „Einkommensrunde 2026“