Auf der Kundgebung kritisierte Rosi Winkler, SLV-Kreisvorsitzende Riesa-Großenhain, die anhaltenden Ungleichbehandlungen im öffentlichen Dienst:
„Mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung bestehen noch immer gravierende Unterschiede zwischen Ost und West sowie zwischen Ländern, Bund und Kommunen. Das betrifft Arbeitszeiten, Kündigungsschutz, die stufengleiche Höhergruppierung und vermögenswirksame Leistungen. Unsere Forderungen liegen seit Langem auf dem Tisch. Die Arbeitgeber schweigen dazu. Das ist beschämend und zutiefst ungerecht. Wer Bildung ernst nimmt, muss Lehrkräfte endlich fair behandeln.“
Warnstreiks in ganz Sachsen
Die Arbeitskampfmaßnahmen erfolgen regional gestaffelt. Den Auftakt machten die Lehrkräfte der Region Leipzig am 21. Januar. Mit dem Warnstreik in Dresden setzte der SLV gemeinsam mit dem dbb beamtenbund und tarifunion ein weiteres deutliches Zeichen.
In der kommenden Woche folgen weitere Warnstreiks in Zwickau, Chemnitz und Bautzen. Höhepunkt ist der landesweite Warnstreik am Donnerstag, 29. Januar 2026, zu dem alle sächsischen Lehrkräfte aufgerufen sind. An diesem Tag finden zentrale Kundgebungen in Dresden und Leipzig statt. →Mehr dazu im Beitrag
Mit den Warnstreiks erhöhen die Gewerkschaften den Druck vor der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde am 11. Februar 2026. Auch Sachsens Finanzminister Christian Piwarz steht dabei in der Verantwortung. Er verhandelt für die Arbeitgeberseite in Potsdam.
Weitere Informationen
→ Zur SLV-Sonderseite „Einkommensrunde 2026“
Fotos: K. Oberdiek
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