Steffen Winkler, Tarifverantwortlicher des SLV und Hauptredner der Leipziger Kundgebung, machte die Position der Gewerkschaften deutlich:
„Wir sind heute hier für all jene, die diesen Staat jeden Tag am Laufen halten. Und wir sagen klar: Wenn die Länder weiter mauern und weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, weiten wir die Warnstreiks aus. Nicht, weil wir das wollen – sondern weil uns keine Wahl gelassen wird.“
Die Gewerkschaften haben regional gestaffelt zu Warnstreiks aufgerufen. Am 23. Januar 2026 legen die Lehrkräfte der Region Dresden ganztägig die Arbeit nieder. Vom 26. bis 28. Januar 2026 folgen die Regionen Zwickau, Chemnitz und Bautzen. Den Höhepunkt der Arbeitskampfmaßnahmen bildet ein landesweiter Warnstreik am 29. Januar 2026 mit zentralen Protestkundgebungen in Dresden und Leipzig. →Mehr dazu im Beitrag
Mit den aktuellen Warnstreiks setzen die Gewerkschaften im Vorfeld der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde am 11. Februar 2026 ein klares Signal. Bislang liegt von der Arbeitgeberseite kein verhandlungsfähiges Angebot vor.
Der dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des SLV, fordert unter anderem eine lineare Erhöhung der Einkommen um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Damit soll der deutliche Rückstand gegenüber den Tarifabschlüssen bei Bund und Kommunen ausgeglichen werden. Darüber hinaus erwarten die Gewerkschaften Verbesserungen bei der Eingruppierung sowie die stufengleiche Höhergruppierung, die im Tarifrecht von Bund und Kommunen bereits umgesetzt ist. Bei der Weiterentwicklung der Entgeltordnung Lehrkräfte steht insbesondere die Umsetzung der sogenannten Paralleltabelle im Mittelpunkt. Sie würde für viele Lehrkräfte, die derzeit unterhalb der Entgeltgruppe EG 13 eingruppiert sind, einen spürbaren Aufstieg bedeuten.
Weitere Informationen
→ Zur SLV-Sonderseite „Einkommensrunde 2026“
Fotos: D. Grille








