Der dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des SLV, fordert eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Weitere Ziele beinhalten eine stufengleiche Höhergruppierung sowie die Weiterentwicklung der Entgeltordnung Lehrkräfte und der allgemeinen Entgeltordnung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).
„Jetzt ist die Stunde der Arbeitgeber. Wir erwarten einen ernsthaften Austausch und ein Angebot, das den Namen verdient. Die Beschäftigten brauchen spürbare Einkommenserhöhungen und echte Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen.“ − Steffen Winkler, Tarifverantwortlicher des SBB Beamtenbund und Tarifunion
Erfahrungsgemäß legen die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde häufig kein tragfähiges Angebot vor. Sollte sich dieses Muster wiederholen, erhöhen die Gewerkschaften den Druck. Der SLV, die GEW Sachsen sowie der SBB Beamtenbund und Tarifunion stehen geschlossen bereit, gemeinsam die notwendigen Arbeitskampfmaßnahmen einzuleiten. Die Lehrkräfte ziehen dabei an einem Strang. Der Schulterschluss steht.
„Lehrkräfte halten den Laden am Laufen. Dafür brauchen sie faire Einkommen und verlässliche Bedingungen. Wenn die Arbeitgeber erneut mauern, müssen auch wir zu den Mitteln greifen, die uns das Tarifrecht gibt. Unsere Mitglieder sind kampfbereit und stehen geschlossen hinter den Forderungen. Wenn nötig, werden wir alle notwendigen Hebel in Bewegung setzen, um ein faires Tarifergebnis zu erreichen.“ − Michael Jung, Landesvorsitzender des SLV und Mitglied der Bundestarifkommission des dbb
Hintergrund: Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Die dritte und entscheidende Verhandlungsrunde findet vom 11. bis 13. Februar 2026 statt.
Weitere Informationen sowie die vollständigen Forderungen finden Sie auf der →Homepage des dbb.