Aktuelles

SLV gegen Streichung der Winterferien

Bild auf Pixabay

Der Sächsische Lehrerverband stellt klar, dass erst das Infektionsgeschehen im Freistaat deutlich zurückgehen muss, bevor die Schulen schrittweise geöffnet werden können. In einem ersten Schritt muss dann das Hauptaugenmerk auf Abschlussklassen und Vorabschlussklassen gerichtet sein. Pläne zur Streichung der Winterferien lehnt der Sächsische Lehrerverband ab.

Die hohen Inzidenzwerte in Sachsen müssen bei der Planung des künftigen Schulbetriebs unbedingte Beachtung finden. Zuerst muss das Infektionsgeschehen wieder auf ein niedriges Niveau sinken, bevor die Schulen schrittweise geöffnet werden. In einem ersten Schritt sollte für Abschlussklassen und Vorabschlussklassen wieder Präsenzunterricht stattfinden, aber unter Einhaltung von Abständen. Das ist eine wirksame Maßnahme, um dem Infektionsgeschehen zu begegnen. Deshalb muss der Unterricht zunächst mit halben Klassen, d.h. im Wechselmodell, stattfinden. Dabei darf keinesfalls eine Doppelbelastung der Lehrkräfte durch Präsenzunterricht und gleichzeitiger Betreuung bei den häuslichen Lernaufgaben erfolgen.

„So sehr sich die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer eine Rückkehr zum Präsenzunterricht auch wünschen, zuerst müssen die Infektionswerte deutlich sinken – im Interesse der Gesundheit von Schülern, Lehrkräften und deren Familien“, konstatiert Jens Weichelt, Landesvorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes.

Zur Gewährleistung eines verlässlichen Bildungsniveaus der Schüler aller öffentlichen Schulen sind zentrale Festlegungen zu vorübergehenden Einschränkungen der Stundentafeln und entsprechenden Kürzungen der Lehrpläne sowie der Inhalte zentraler Abschlussprüfungen notwendig.

Die Pläne des Kultusministeriums zur Streichung der Winterferien lehnt der Sächsische Lehrerverband ab. Die angedachte Verlängerung der Osterferien um vier Tage ist kein akzeptabler Ersatz. Es wird auch nicht möglich sein, dass alle Eltern ihren genehmigten Urlaub problemlos verschieben können. Schüler und Lehrkräfte brauchen eine Ruhephase vor dem Start ins zweite Schulhalbjahr. Gerade die Erstellung und Betreuung der häuslichen Lernaufgaben bedeuten einen enormen Zeitaufwand für die Lehrerinnen und Lehrer, auch an den Wochenenden. Zusätzlich kommt die Erstellung der Halbjahresinformationen bzw. Halbjahreszeugnisse mit den zuvor stattfindenden Klassenkonferenzen hinzu. Das ist für die Lehrkräfte eine der arbeitsintensivsten Phasen des Schuljahres.

„Die Pläne des Kultusministeriums zur Streichung der Winterferien sind nicht vermittelbar. Schüler und Lehrkräfte brauchen eine Ruhephase vor dem Start ins zweite Schulhalbjahr“, fordert Jens Weichelt, Landesvorsitzender des SLV.

Überlegenswert wäre aus Sicht des Sächsischen Lehrerverbandes die Reduzierung der Winterferien um eine Woche und im Ausgleich eine Verlängerung der Osterferien.