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Pädagogische Fachkräfte im Unterricht – Unverzichtbar!

Bildungsdemo

©S. Zapke

Sie begleiten, unterstützen, trösten, motivieren und schaffen Vertrauen. Pädagogische Fachkräfte im Unterricht sichern den Unterricht nicht nur organisatorisch ab, sondern gestalten ihn aktiv mit.

Gerade Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf brauchen stabile Beziehungen, klare Strukturen und verlässliche Bezugspersonen. Der Schulalltag an Förderschulen funktioniert nur mit
multiprofessionellen Teams. Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte im Unterricht, Schulassistentinnen und Schulassistenten tragen gemeinsam Verantwortung für Bildung und Erziehung.

Umso alarmierender ist die aktuelle Entwicklung in Leipzig. Dort sollen Pädagogische Fachkräfte, die bislang an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen arbeiten, an andere Förderschulen umgesetzt werden. Betroffene Schulen verlieren damit vertraute Fachkräfte. Für Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler ist das ein fatales Signal.

Der Förderverein der Adolph-Diesterweg-Schule in Leipzig hat deshalb eine Petition gestartet. Ziel ist es, die Pädagogischen Fachkräfte an der Schule zu halten und ihre Arbeit dauerhaft im Förderschwerpunkt Lernen zu verankern.

Die Petition macht deutlich, was viele Schulen seit Jahren erleben: Der Bedarf wächst, die Unterstützung aber nicht. Statt multiprofessionelle Teams auszubauen, fehlen weiterhin verbindliche Stellen für Pädagogische Fachkräfte im Unterricht. Der aktuelle Stellenplan sieht keine zusätzlichen Einstellungen vor. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Schulalltag kontinuierlich.

Dabei verfolgt selbst das sächsische Kultusministerium offiziell das Ziel, multiprofessionelle Teams zu stärken. Genau das brauchen Schulen heute mehr denn je. Nicht nur Förderschulen. Auch an anderen Schularten nehmen heterogene Lernvoraussetzungen, soziale Belastungen und individuelle Förderbedarfe deutlich zu. Bildung gelingt längst nicht mehr im Alleingang.

Besonders problematisch ist zudem die fehlende Gleichstellung Pädagogischer Fachkräfte. Sie fallen unter den Sozial- und Erziehungsdienst und werden damit anders behandelt als Lehrkräfte. Entlastungsregelungen im höheren Dienstalter greifen nicht. Auch in der überarbeiteten Inklusionsvereinbarung des SMK bleiben sie außen vor. Das wird ihrer Verantwortung und ihrer täglichen Arbeit nicht gerecht.

Wer täglich intensive Beziehungsarbeit leistet, Kinder stabilisiert und Unterricht überhaupt erst ermöglicht, darf nicht zum Spielball der Sparpolitik werden. Schulen brauchen Verlässlichkeit statt Umverteilung. Kinder brauchen stabile Beziehungen statt personeller Unsicherheit. Die Leipziger Petition setzt dafür ein wichtiges Zeichen.

Bei Rückfragen stehen Ihnen Yvonne Winkler und Carina Hausmann vom →Fachverband Förderschulen zur Verfügung.